Feuersbrunst in Müsen

Feuersbrunst in Müsen - eine Fantasiezeichnung

…so titelt die Siegener Zeitung am 22. Juni 1893 anlässlich der Brandkatastrophe am 20. Juni, bei der der Großteil das 1400-Seelen-Dorfes Müsen abbrannte. Im Zuge des Brandes wurde die Kirche inklusive Geläut, die Schule, 51 Wohnhäuser und 17 Nebengebäude völlig zerstört. Einen Tag nach dem Brand gab es erste Spendenaufrufe im Siegerland und auch in den darauf folgenden Tagen wurde eine Spendenbitte in etlichen Zeitungen des Deutschen Reiches abgedruckt. Solche Spendenaufrufe nach Katastrophen waren scheinbar üblich, aber die überregionale Streuung der Spenden bis hin zu den Niederlanden und Österreich-Ungarn ist bemerkenswert, Es ist also davon auszugehen, dass die große Solidarität mit dem Müsener Bergbau und dem damals „weltweitberühmten Stahlberg“ in Verbindung steht. Bezeichnend ist auch, dass viele Spenden von Bergleuten eingingen.