Ein Mord aus der Vergangenheit

von Katharina Lauer

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Ich starre wie verhext auf diese Fotos, die ich in meinen dreckigen Händen hielt und mir nacheinander immer wieder anschaute. Auf jedem der Bilder war der mysteriöse Mann zu sehen, aber an ganz unterschiedlichen Orten zu anscheinend unterschiedlichen Zeiten. Ich erkannte London. Er stand auf der Tower Bridge an der Themse, trug einen sehr akkuraten, maßgeschneiderten Anzug, auch seine Umgebung sah anders aus. Die Menschen um ihn herum, waren alle in Schwarz oder Weiß gekleidet. Die Autos sahen ebenfalls eigenartig aus, fast wie kleine Kugeln, die im regelmäßigen Abstand hintereinander herfuhren.

Auf einem weiteren Foto stand er an der Seine in Paris, im Hintergrund der Eiffelturm, und hinter ihm sah ich Frauen mit großen Hüten, alte Autos, wie man sie nur noch aus dem Museum kennt und Einspanner mit einem Pferd davor, die über das Kopfsteinpflaster fuhren.

So zog sich das Sammelsurium von Bildern über die ganze Welt, und immer war ein Gewässer im Hintergrund auszumachen. Mal waren die Menschen größer, mal kleiner. Die Kleidung und die Umgebung änderten sich regelmäßig.

Zukunft? Vergangenheit? Gegenwart?

So sahen die Bilder wirklich aus.

War ich bisher noch nicht hundertprozentig verwirrt, jetzt war ich es auf allenfalls. Eine Sache fiel mir aber dann doch noch auf jedem Bild auf, das immer wiederkehrte. Es war ein wirklich kleiner heller Fleck, der irgendwo im Gewässer aufleuchtete, wie ein kleiner winziger Stern.

Mir kamen die Worte des Mannes in Erinnerung, die er in der Unterführung zu mir gesprochen hatte. Ich hatte das Glitzern nicht sehen können. wonach er mich gefragt hatte, aber auf diesen Bildern konnte ich wirklich auf jedem Foto etwas aufleuchten sehen.

In was war ich denn da hingeraten? Sollte er durch die Zeit springen können? Was war er? Was habe ich damit zu tun? Das kann technisch doch alles gar nicht möglich sein. Zeitreisen sind noch gar nicht erfunden. Wieso fallen mir ständig Filme ein, wenn ich an Zeitreisen denke. Martin Flyer und der Flurkompensator. Ich schüttelt meinen Kopf. „Jetzt nicht an so was denken, konzentriere dich!“, ermahnte ich mich selbst.

So, ich muss noch mehr Hinweise finden, denn ihn selbst kann ich ja leider nicht mehr fragen. Irgendwie bitter, gerade tot am Siegener Flussufer zu enden, wenn man anscheinend schon an jedem Ort zu allen Zeiten gewesen war.

In dem Kästchen war außer den Fotos sonst nichts und ich habe es wirklich auf den Kopf gestellt.

Ich stellte es neben mich auf das Bett und die Fotos packte ich in meine Hosentasche. Das Zimmer in der Mühle war so spärlich eingerichtet, dass ich echt einen kurzen Moment überlegen musste, wo ich am besten als Erstes suchen sollte. Am Schreibtisch sah ich eine Schublade. Ich stand auf und ging zum Tisch, um die Schublade zu öffnen. In dem Augenblick, als ich die Schublade öffnen wollte, die Schublade etwas hakte und plötzlich bei etwas kräftigerem Ziehen mir entgegenflog, hörte ich ein Klopfen. Es war laut, aber gedämpft und dann noch zweimal. Mein Herz blieb stehen. Wo kam das her? Ich hatte mich, mit der Schublade in der Hand, blitzschnell zur Türe gedreht. Aber da war niemand. Ich ging langsam zur Tür und lugte um die Ecke in den Bauch der Mühle, aber da war nichts außer feinem Staub. Dann klopfte es wieder hinter mir und ich schnellte herum jetzt konnte ich lokalisieren, woher das Geräusch kam und zwar aus Richtung des Bettes und wenn ich mich nicht ganz doll getäuscht hatte, dann aus der Richtung des Bettes. Ich setzte einen Fuß vor den anderen und schritt so leise wie möglich an das Bett heran. Ich legte die Schublade auf das Bett und ging langsam in die Knie, um unter das Bett schauen zu können. Dann klopfte es wieder, aber dieses mal richtig schnell und viel lauter als zuvor. Ich erschrak so sehr, dass ich mein Gleichgewicht verlor und mich auf meinen Hintern setzte. Ich rappelte mich auf und schaute erneut unter das Bett. Es war enorm dunkel, ich streckte meinem Arm zum Tisch aus, nahm die Kerze herunter und leuchte unter das Bett. Nun erkannte ich etwas. Es sah nach einer Falltür aus mit einem großen eisernen Griff daran.

Es hämmerte wieder ganz wild und vermischte sich mit einem unangenehmen Kratzen. Ich sprang auf, schob mit aller Kraft das Bett zur Seite. Mit zwei eisernen Riegeln war die Falltüre verschlossen worden. Ich schob diese zur Seite.

Mit all meiner Kraft zog ich am Griff und bekam die Luke mit großer Anstrengung nach oben gezogen. Als ich sie gerade abgelegt hatte, kam mir etwas entgegen geschossen und verpasste mir schon wieder einen Schlag an den Kopf. Ich flog gegen die Wand, rutschte an ihr entlang zum Boden, war aber nicht ohnmächtig geworden und sah, was aus der Erde gesprungen war. Es war ein junger Mann, an Armen und Beinen gefesselt. Er trug wie ich normale Jeans und ein dreckiges zerfetztes -shirt mit dem Aufdruck „Don‘t look back“. Er lag jetzt quer auf dem Boden und hatte sich an die andere Seite des Raumes gerobbt. Er schaute mich mit seinen großen braunen, vor Panik weit aufgerissenen Augen durchdringend an und seine Brust hebte und senkte sich fürchterlich schnell vor lauter Aufregung.

Ich schüttelte den Kopf und schaute den Gefangenen mit genauso großen erschrockenen Augen an, wie dieser mich die ganze Zeit anstarrte.

Ich rappelte mich etwas auf und lehnte mich mit dem Rücken gegen die Wand, so dass ich ihn die ganze Zeit im Blick behielt. Nach diesem Überraschungsangriff musste auch ich mal kurz durchatmen, zudem schmerzte meine Stirn schon wieder, nur jetzt an einer anderen Stelle meines Schädels.

Lange Sekunden vergingen, in denen, so fühlte es sich an, Planeten entstanden, sich lange um sich selbst drehten und im unendlichen Licht wieder erloschen.

Wir schauten uns nur musternd an. Irgendwann nahm ich meinen Mut zusammen und sprach zu ihm: „Hey, du brauchst keine Angst zu haben, ich will dir nichts tun.“ Der junge Mann hatte sich etwas beruhigt. Er atmete schon erheblich langsamer.

„Ich habe dein Klopfen gehört und die Luke geöffnet. Ich weiß selbst nicht, wo ich hier bin und was hier vor sich geht. Warum warst du dort unten eingesperrt?“

Tränen liefen dem jungen Mann über das Gesicht. „ Das einzige, woran ich mich erinnern kann ist, dass ich am Fluss gesessen und geangelt habe, bis ein Mann kam und mich etwas fragte, aber bevor ich wirklich etwas sagen konnte, hatte er mir etwas über den Kopf gezogen und ich bin ohnmächtig geworden und bin dann hier im Dunkeln wieder aufgewacht.„ “Stop warte, bevor du weiter erzählst! Wie sah dieser Mann aus?“ Ich glaube mein erstarrtes Gesicht hätte jeden erschrocken.. Er schaute mich verwundert an.

„ Ähm, soweit ich mich erinnern kann, war er groß, etwas älter, trug einen alten wollenen Mantel“. Ich zog die Fotos aus meiner hinteren Hosentasche, stand langsam auf und zeigte ihm den Mann auf den Bildern und fragte, ob dass der Mann sei, der ihn am Fluss angesprochen hatte.

Der junge Mann schaute mir direkt in die Augen und nickte zustimmend mit dem Kopf.

„Ja, das ist der Mann, aber was sind das denn für Fotos? Und wieso trägst du sie in der Hosentasche?“ Fragte er mich.

Ich zuckte die Schultern, ich war mir ja selbst nicht 100 Prozent sicher, aber der eingesperrte Mann schien ja fast dasselbe wie ich erlebt zu haben. Ich beschloss, ihm die Geschichte, wie es mir ergangen war, zu erzählen, vielleicht hatte er noch mehr Informationen,die mir weiterhelfen konnten .

„ Mich hat dieser Mann auch niedergeschlagen und in den Fluss geworfen. Er fragte mich, ob ich eine Ahnung hätte, wohin der Fluss fließe und wie dieser heiße. Er bat mich ans Geländer und fragte mich nach einem Glitzern im Wasser. Ich hatte angestrengt ins Wasser geschaut, aber ich konnte nichts erkennen, dann hat er meinen Kopf ans Geländer geschlagen. Danach bin ich hier am Flussufer aufgewacht und dieser Mann lag tot neben mir. Wenn ich mich nicht ganz täusche, bin ich in einer Vergangenheitsversion von Siegen gelandet. Die Stadt sieht ganz anders aus.“

Ich zeigte ihm erneut die Fotos und die verschiedenen Orte auf der ganzen Welt, an denen sich dieser mysteriöse Mann befand. „ Schau dir das an, du kennst doch London, das sieht doch aus, als würde es in der Zukunft gemacht worden sein. Das ist doch verrückt? Oder hier Paris, das ist doch Wahnsinn und wenn du hier aus dieser Mühle nach draußen gehst bekommst du den nächsten Schock, dass verspreche ich dir. Darf ich fragen, woher du kommst und in welchem Jahr du lebst?“

Der junge Mann hatte wie gebannt auf die Fotos gestarrt.

Sein Gesichtsfarbe glich der einer Kalkwand.

„Oh ja, ich weiß gerade echt nicht, was ich dazu sagen soll. Ich verstehe gerade überhaupt nichts mehr. Willst du etwa behaupten, wir sind in der Zeit gereist und dieser komische Kerl hat uns gekidnappt? Aber warum?? An mir ist das gar nichts besonders. Ich heiße Phillip, komme aus Hamburg und lebe im Jahr 1988.“

Meine Augen weiteten sich erneut, dass war alles so was von abgedreht.

„1988? Ist das jetzt wirklich dein Ernst? Ich komme aus dem Jahr 2016 und lebe in Siegen.

Und ich glaube, wir sind hier in der Mittelalterversion von Siegen gelandet, habe schon Leute getroffen, die sehr altertümlich angezogen waren und die Stadt sieht mit ihrer Stadtmauer und den Türmen auch ganz anders aus. An dem Ort, wo ich früher gewohnt habe, stehen keine Häuser mehr, sondern jetzt diese Riesenmauer.

„Ach was, du verarschst mich doch!“ sagte Phillip. „Nein, wirklich nicht. Ich komme von draußen und suchte eigentlich hier in der Scheune nach anderen Klamotten, die ich anziehen könnte, um hier unter den Menschen nicht so aufzufallen. Ich will herausfinden, warum ich hier bin und wie ich am schnellsten wieder zurückkomme, um aus diesem Kasperletheater aufzuwachen.“

Phillip liefen erneut Tränen über das Gesicht:„ Ich will auch unbedingt nach Hause! Was machen wir denn jetzt?“

Ich hatte selbst keine Ahnung, was jetzt am besten zu tun sei. „ Mhm, lass nochmal zusammenfassen, was wir bisher wissen. Du bist aus einer anderen Zeit als ich. 1988 war ich noch nicht mal geboren. Richtig verrückt. Dann dieser Mann, der irgendwie durch die Zeit reist und Leute anquatscht, um sie dann bewusstlos zu schlagen und durch die Dimensionen schleppt. Warum das alles? Ich habe keinen blassen Schimmer.

Dann die Fotos, die in dieser abgefahrenen Truhe lagen, die sich mit dem komischen Gegenstand, die ich bei dem Typen in der Jackentasche gefunden habe, wie aus Geisterhand cybermäßig öffnete. Dazu kommt, dass dieser Mann, als ich am Flussufer aufwachte, tot neben mir lag, also ihn können wir auch nicht mehr fragen.“ Ich merkte, wie Phillip mich immer verwunderter anschaute und gar nicht mehr wusste, was er denken sollte. „ Ich denke, wir sollten hier raus und uns in der Gegend umschauen.“

Ich hatte den Satz noch nicht ganz zu Ende gesprochen, da hörten wir ein Knarren einer Tür. Wir schauten uns beide erschrocken an. Schwere Schritte waren zu hören. Die Tür zu unserem Zimmer, in dem wir beide saßen öffnete sich langsam- Ich traute meinen eigenen Augen nicht. Da stand der totgeglaubte Mann in der Tür und starrte uns beide dunkel an. Ich wollte schreien, aber es kam kein Ton aus mir heraus. „Ich habe schon gedacht, ihr seid mir abgehauen. Ich brauche euch.“ Er trat näher an Phillip heran und zog ein langes Messer aus seinem tropfend nassen Mantel. Phillip schrie. Ich tat, was mir als erstes einfiel. Ich drückte mich von der Wand weg, griff nach seinen Fußgelenken und riss ihm mit aller Kraft die Füße weg. Er kam ins Schwanken und verlor dann das Gleichgewicht. Der übergroße Mann fiel zur Seite und knallte, ohne sich abzustützen, auf die Seite. Das Messer schlug ihm bei dem Aufprall aus der Hand und rutschte über den Boden in die Ecke, in der Phillip hockte. Ich riss mich hoch, stürzte in die Ecke und holte mir das Messer. Der Mann regte sich nicht. Ich sprang zu Phillip und schnitt ihm die Arm und Fußfessel durch. Das dauerte eine Ewigkeit. Plötzlich schrie Phillip auf. Der Mann hatte sich aufgerappelt, kam auf mich zu und holte mit der Hand aus, um auf mich einzuschlagen. Ich duckte mich zur Seite und der Schlag ging ins Leere. Ich drehte mich um und wehrte den nächsten auf mich zukommenden Fausthieb mit dem Arm ab.

Phillip hatte so lange mit den Füßen gezappelt, dass die angeschnittenen Seile mit einem lauten Ratsch auseinander rissen.

Er war kein starker Junge, aber er schmiss sich wie ein Löwe gegen unseren Angreifer und verpasste ihm einen starken Seitenhieb in die Rippen. Der Mann ließ von mir ab und krümmte sich vor Schmerzen. Ich war nun frei, sprang an ihm vorbei und zur Tür. Phillip tat es mir gleich.

„Wir müssen hier verschwinden“, schrie ich Phillip an. Phillip riss die Eingangstür auf und stürzte auf die Straße. Ich half ihm, wieder aufzustehen. Wir hörten hinter uns ein Poltern und die Türe wurde von dem unheimlichen Mann aufgerissen. „ Los, Los.. lauf, da zur Brücke runter.“

Wir rannten, so schnell wir konnten, und unser Verfolger ebenso. Wir erreichten die steinernde Brücke, die über die Sieg führte. Die Straßen füllten sich mit Menschen. Allerlei Wagen mit Pferden, befüllt mit den unterschiedlichsten Dingen. Körbe, Kisten, Fässern. Ärmlich gekleidete Menschen, die am Straßenrand saßen und bettelten. An ihrer Kleidung konnte man ihren unterschiedlichen Stand erkennen, egal ob es reiche Kaufleute waren oder normale Bauern. Alle vermischten sich auf dem Weg in die Stadt. „Oh Mist!“ rief Phillip „du hast ja recht.“ Ich sah das große Eingangstor der Stadt.

Wir rannten quer durch die Menschenmenge. Teilweise war es so eng, dass wir die Leute streiften und die vor lauter Schreck zur Seite wischen. Sie sahen uns verwundert an und gruben die Köpfe zusammen und fingen an zu tuscheln. Unser Verfolger blieb uns hartnäckig auf den Fersen.

Am Tor angelangt, sahen wir Wachmänner. Ich packte im Laufen Phillip am Arm und gebot ihm anzuhalten. Ich sah mich um und auch der mysteriöse Mann hatte sein Tempo verlangsamt. Hinter uns in ca. 20 Meter Entfernung sah ich zwischen der Menschentraube seinen Mantel im Wind wehen. „Langsam, die werden sonst auf uns aufmerksam.“ Langsam gingen wir durch das Tor, als plötzlich eine Stimme aufschrie: „Haltet diese zwei Diebe!! Sie gehen da vorne.“ Es war die Stimme unseres Verfolgers. Auch andere Passanten, die wir beim Laufen gerammt hatten, stimmten mit ein: „ Ja, haltet sie auf“

Die Wachsoldaten rissen sich von ihren Positionen, und erhoben ihre Waffen und liefen los. In unseren Jeans und den farbigen T-Shirts waren wir leicht auszumachen. Wir fingen wieder an zu rennen. Hinter dem Tor ging es steil den Berg hoch, unsere Herzen pumpten wie wild. Wir wichen allen so gut es ging aus und schafften es, den berüsteten Wachleuten Meter abzunehmen. Wir bogen rechts in eine Seitenstraße ab und liefen und liefen, ohne uns jetzt noch einmal umzusehen. Dann gelangten wir an den großen Marktplatz an der Nicolaikirche, wo noch größeres Treiben herrschte. Wir liefen an der Seite der Stände vorbei und auf einmal stürzte Phillip über eine Kiste. Er bremste mit dem Gesicht auf dem Kopfsteinpflaster. Ich half ihm schnell hoch, wir liefen um die Kirche herum, dann sah ich eine ganz schmale Gasse und zog Phillip in sie hinein. Wir blieben stehen. Blut rann Phillip über das Gesicht. Ich nahm den Ärmel von meinem T-Shirt und wischte ihm grob das Blut über dem Auge weg . Seine Brust hob uns senkte sich und jetzt sah ich erst, welch feine Gesichtszüge er hatte. Kleine braunen Locken fielen ihm leicht in das mit Dreck und Blut beschmutze Gesicht. Große angsterfüllte, aber warme Augen schauten mich hilfesuchend an. Ich lehnte mich neben ihn an die kalte Steinwand, die meinem Körper etwas Kühle spendete.

Auf dem Marktplatz hörte man wilden Tumult. Die Wachmänner suchten nach uns.

Was ich nicht bemerkt hatte: Hinter uns in der Wand war eine Tür, die plötzlich aufgerissen und zwei Hände, die mich und Phillip packten und hineinzogen. Damit hatten wir nicht gerechnet.

„Seid ihr verrückt, so ein Aufsehen in der Stadt zu veranstalten.“ Es war so dunkel, wir konnten den Mann nicht erkennen. Wir standen mitten in einem Zimmer. „ Was habt ihr euch nur dabei gedacht, jetzt suchen alle nach euch und besonders Kiral“ wir hörten ein leises Zischen, eine Leuchtkugel stieg im Zimmer auf und erleuchtete warm den Raum. Sie kam aus der Hand des Mannes.

Er war ungefähr so groß wie unser Verfolger, aber langes aschfahles gekräuseltes Haar fiel ihm über die Schulter. Sein Mantel sah ehrlich gesagt aus, wie der von Gandalf.

Ich dachte nur bei mir, in welchen Hokuspokus sind wir denn hier hineingeraten?

„Ich beobachte euch schon euer ganzes Leben, genau wie Kiral es getan hat. Ich heiße übrigens Malca!“

Wir schauten ihn entgeistert an. „Was wollt ihr von uns? Wir haben doch gar nichts getan!“ sagte ich mit energischer Stimme.

„ Nein ihr habt auch nichts getan“ sagte der große Mann. „Kiral Black und ich Malca Harsen kommen, naja ihr werdet es mir vielleicht nicht glauben, aus der Zukunft.“

„Ach sie lügen doch, dass ist doch alles nicht echt hier und ihr beiden seid irgendwelche Hampelmänner, die sich besonders wichtig vorkommen.“ In mir stieg enorme Wut auf. Phillip sagte gar nichts. Innerlich wusste ich, dass das, was der Mann uns erzählen würde, der Wahrheit entsprach, aber ich wollte es nicht zugeben.

 

                                              

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